Umfragen zur Suchtselbsthilfe in Sachsen (2000, 2005, 2010, 2015)

Die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren führt seit dem Jahr 2000 im Abstand von 5 Jahren statistische Erhebungen in den sächsischen Suchtselbsthilfegruppen durch.

Im Rahmen dieser Untersuchung sollen die Zusammensetzung und Verfügbarkeit entsprechender Angebote sowie die Vernetzung innerhalb des Systems der Suchtkrankenhilfe analysiert werden.

Von besonderem Interesse sind Daten zur Beteiligung der Selbsthilfe im Vermittlungsprozess suchtspezifischer Hilfe (Kontaktphase) als auch im Rahmen der langfristigen Sicherung von Therapieerfolgen (Nachsorge), welche die Bedeutung der Suchtselbsthilfe unterstreichen.

Die Umfrageergebnisse können Sie unter folgenden Adresse herunterladen:

Erhebung 2015: www.slsev.de/Suchtselbsthilfe2015.pdf
Autor: S. Schamel, Dr. O. Rilke

Erhebung 2010: www.slsev.de/Suchtselbsthilfe2010.pdf
Autor: S. Schamel, Dr. O. Rilke

Erhebung 2005: www.slsev.de/Suchtselbsthilfe2005.pdf
Autor: I. Hach, Dr. O. Rilke

Erhebung 2000: www.slsev.de/UmfrageSHG2000.pdf
Autor: J. Naundorf

Jahresberichte der sächsischen Suchtselbsthilfe

Seit 2011 erhebt die sächsische Landessstelle gegen die Suchtgefahren Daten zu Aktivitäten, Qualifizierungen und Betreuungsleistungen der Sucht-Selbsthilfegruppen in Sachsen. Entwickelt wurde eine internetgestützte Eingabemaske, so dass sich der Aufwand für Dateneingabe und -auswertung in Grenzen hält. Die erfassten Daten sprechen für sich und dokumentieren den Wert und die besonderen Leistungen der Suchtselbsthilfe im Gesamtsystem der sächsischen Suchthilfe.    

Anfang 2013 wurde der erste Bericht der sächsischen Suchtselbsthilfe mit Daten aus insgesamt 170 Sucht-Selbsthilfegruppen (SHG) für das Jahr 2011 erstellt. Erstmals wurden neben der der regelmäßigen Gruppenarbeit folgende Aktivitäten registriert:

  • ca. 80 % der SHG beteiligen sich bei der Vorstellung der Selbsthilfearbeit in medizinischen und anderen Einrichtungen und engagieren sich somit bei der Vermittlung suchtspezifischer Hilfen
  • 56 % der SHG erstellen eigene Druckerzeugnisse für die Öffentlichkeitsarbeit, etwa 30 % präsentieren sich im Internet, 10 % nutzen soziale Netzwerke, wie z. B. Facebook
  • 90 % der SHG leisten individuelle Hilfestellungen, z. B. in Form von Einzelgesprächen, Hausbesuchen oder Begleitungen zur ärztlichen Behandlung bzw. zu Ämtern / Behörden
  • 21 % der SHG engagieren sich in der suchtpräventiven Arbeit
  • 55 % der SHG berichten über regelmäßige Gespräche der Gruppenleiter mit regionalen Suchtberatungsstellen und somit über enge Kontakte zwischen ehrenamtlicher und beruflicher Suchthilfe

gesamter Bericht als Download: SLS (2013) Jahresbericht der sächsischen Suchtselbsthilfe (PDF)