Sächsische Suchthilfe – vielfältige Unterstützung!

Der Kompass zur Suchthilfe soll Ihnen auf der Suche geeigneter Unterstützungsangbote bei der Bewältigung von Suchtprobleme Orientierung geben. Zusammengestellt haben wir (die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren) zum einen die uns bekannten Angebote im Internet (online Suchthilfe). Die Selbsttest sind gut nutzbar, um die Suchtproblematik genauer einzuschätzen. Zum anderen verweisen wir auf die Beratungs- und Therapieangebote im Freistaat Sachsen mit dem Wunsch, Ihnen die Suche nach geeigneten Hilfen zu erleichtern

Für die erste Kontaktaufnahme mit der Suchthilfe eignen sich vor allem Suchtberatungsstellen, die komptetent, kostenfrei und unter Beachtung der Schweigepflicht beraten und alle weiteren Behandlungsschritte planen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und richten sich nach Stärke der Suchtproblematik. Auch können individuelle Wünsche berücksichtigt werden (z.B. Mitnahme von Hunden zur Langzeittherapie). 

Nachfolgend gehen wir noch genauer auf die einzelnen Einrichtungen der Suchthilfe ein, die Sie konkret mit Kontaktdaten in unserer online Datenbank in der rechten Spalte finden!

Suchtberatungs- und Behandlungsstellen

Zunächst sind nicht alle Beratungsstellen auch Behandlungsstellen, da für eine Therapie in Form von ambulanten Suchtrehabilitation nicht alles Beratungsstellen zugelassen sind.

Generell sind alls Suchtberatungsstellen für viele Menschen erste Anlaufstellen in der Auseinandersetzung und Bewältigung von Suchtproblemen. Hier finden Sie sowohl als Betroffene/er als auch als Angehörige/er Informationen und verschiedene Hilfsangebote. Die Leistungen der Suchtberatungsstellen sind in jedem Fall kostenfrei und auf Wunsch auch anonym. Auch unterliegen die Mitarbeiter der Schweigepflicht.

Suchtberatungsstellen sind für die Vielzahl suchtbezogener Problemlagen (wie Alkohol, Drogen, Medikamente, Glücksspielsucht, exzessiber Medienkonsum) zuständig, auch wenn sich einzelne Einrichtungen für besondere Problemlagen qualifiziert haben (z. B. Ess-Störungen). Auf jeden Fall finden Sie in Ihrer Region geeignete Ansprechpartner für Ihre Suchtprobleme.

 

Suchttherapie - Entzug / Entwöhnung / Sozialtherapeutische Unterstützung

Suchttherapeutische Ansätze ermöglichen zum einen den überwachten Entzug mit entsprechenden Hilfestellungen, falls das körperliche Befinden dies erforderlich macht. Diese Behandlung, auch "Entgiftung" besser aber "Entzugsbehandlung" genannt, ist nach einige Wochen (3-4) abgeschlossen und findet in der Regel in psychiatrischen Einrichtungen statt.

Bestenfalls schließt sich danach eine sogenannte Entwöhnungsbehandlung in einer Suchtfachklinik / Drogenklimnik an. Genannt wird diese Behandlungsform auch Langzeittherapie, da dafür 12-24 Wochen, in der ambulanten Form bis zu einem Jahr dauert. Auch wenn diese Zeit lang erscheint, sind die verschiedenen psychotherapeutischen (Einzeltherapie, Gruppentherapie), ergotherapeutischen und weitere rehabilitative Leistungen notwendig, um ein Leben ohne Suchtprobleme langfristig zu führen. In Fachkreisen wird die Behandlungsform mit einer Erfolgsquote von 40 % als besonders wirksam eingeschätzt.

Suchterkrankungen sind aber Rückfallerkrankungen, so dass wiederholte Krankenhausaufenthalte nicht selten sind. Individuelle Stategien zur Rückfallvermeidung / Rückfallbearbeitung sind somit auch wichtige Therapiebausteine. Auch gilt es den Kontakt zum Hilfesystem auch nach der Therapie aufrechtzuerhalten, z.B. im Rahmen der Nachsorge in den Suchtberatungsstellen als auch durch die Mitwirkung in einer Suchtselbsthilfegruppe.  

Suchtkranke Menschen, die aufgrund der Suchterkrankung trotz Therapie nicht eigenständig lbene können, erhalten sozialtherapeutische Unterstützung mit geeigneten Wohn- und Beschäftigungsangeboten. Diese Angebote ermöglichen soziale Teilhabe und erfordern in der Regel längere Betreuungszeiten von zunächst 2 Jahren.

Suchtselbsthilfegruppen

Zur gegenseitigen Unterstützung gründen Suchtkranke oder Angehörige von Suchtkranken sogenannte Selbsthilfegruppen, die sich regelmäßig treffen und ihre unterschiedlcihen Erfahrungen in der Krankheitsbewältigung austauschen. Das Prinzip "Hilfe durch Selbsthilfe" ist nachweislich gerade im Anschluss an die Suchttherapie wirksam und es kann sehr empfohlen werden, den Konatkt zu regionalen Gruppen zu suchen!

In Sachsen bestehen etwa 340 Sucht-Selbsthilfegruppen, und wer keine geeignete findet, gründet einfach eine neue Gruppe! Unterstützt wird dies von Kontakt- und Informationsstellen für die Selbsthilfe, von Krankenkassen u.a. auch mit finanzieller Unterstützung und von der SLS. Auch werden zunehmend virtuelle Selbsthilfegruppen (über Videokonferenzen) gegründet, die auch bei Bewegungseinschränkungen oder während eines Urlaubes / Krankenhausaufenthaltes gut nutzbar sind.    

Online-Datenbank der Sächsischen Suchtkrankenhilfe

Hier finden Sie sächsische

- Selbsthilfegruppen
- Suchtberatungsstellen
- Suchtfachkliniken
- Wohnangebote
- Wohnstätten für CMA

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